Neue Head Coaches Anna und Julian im Gespräch
Die Quadball-Sparte des FC St. Pauli begrüßt zwei neue Head Coaches: Anna und Julian. Beide bringen Spielerfahrung und Nationalteam-Hintergrund mit. Im Interview erzählen sie von ihrer Motivation, den eigenen Zielen und Besonderheiten ihres Sports.
Anna, wie bist du zum Quadball gekommen – und ins Entwicklungsteam des Nationalteams?
Anna: Eine befreundete Person erzählte mir von Quadball. Ich sah, dass es direkt bei mir in der Nähe ein Team gab – damals die Hamburg Werewolves. Schon nach dem ersten Training war ich begeistert. Überraschend wurde ich kurz darauf ins Entwicklungsteam berufen. Jetzt spiele ich die dritte Saison dort und bin super vernetzt.
Julian, du hast bei den Rheinos Bonn angefangen. Wie kam es zu deiner Rolle in Hamburg?
Julian: Nach zwei Saisons im Entwicklungsteam schaffte ich den Sprung ins Nationalteam. Da mich Coaching schon länger reizte, ich privat nach Hamburg zog und der Posten frei war, hat vieles perfekt zusammengepasst.
Quadball ist noch jung. Wie erklärt ihr Neuen, was den Sport besonders macht?
Anna: Quadball ist sehr taktisch. Die vier Bälle beeinflussen sich gegenseitig, dadurch entstehen komplexe Räume. Man muss ständig Situationen einschätzen und reagieren – das macht es spannend.
Julian: Unser Sport ist nie langweilig, weil er so viele Aspekte vereint. Und er ist inklusiv: Alle können mitspielen, unabhängig von Geschlecht, Orientierung oder Herkunft. Egal ob groß, klein, schwer oder leicht – jede Stärke findet auf dem Feld ihren Platz.


Welche Ziele habt ihr als Coaches?
Anna: Wir wollen partizipative Strukturen schaffen, neue Leute begeistern und gleichzeitig die fördern, die mehr wollen. Ein sportliches Ziel ist ein starkes Ergebnis beim nächsten „Brooms Up“-Turnier.
Julian: In der Offense gibt es noch Baustellen, daran wollen wir arbeiten. Generell möchten wir unser Teamplay weiterentwickeln.
Was macht den FC St. Pauli für euch besonders?
Julian: Bei den Rheinos Bonn habe ich in einem kleinen, erfolgreichen Verein gespielt. Der FC St. Pauli ist riesig, mit einer einmaligen, sympathischen Kultur.
Anna: Toleranz und Offenheit hier sind einzigartig. Besonders wichtig ist mir die Solidarität mit queeren Themen. Quadball ist sehr queeroffen und ein safer space für viele – schön, dass unser Verein das lebt.
Und was würdet ihr neuen Spieler*innen sagen, um sie für ein Probetraining zu gewinnen?
Julian: Es gibt so viele gute Gründe – unsere Community ist unfassbar offen, überall in Deutschland findet man Anschluss. Und Quadball ist einfach ein mega taktischer, abwechslungsreicher Sport, bei dem man sich richtig austoben kann.
Fotos: Lisa Dörner, Honeybadger QP, Monique Renk

